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Category Archives: zukunft

Nach langer Blog-Abstinenz melde ich mich mit ein paar Informationen zur Buchmesse zurück in der Biblioblogosphäre. Leider kann ich bei der diesjährigen Frankfurter Buchmesse urlaubsbedingt nicht dabei sein – was ich angesichts der folgenden zwei Veranstaltungen etwas bedauere:

Nach der im letzten Jahr gestarteten Diskussionsreihe auf dem „B.I.T.-Sofa“ (siehe ältere Beiträge dazu hier) veranstalten auch in diesem Jahr B.I.T.online und Fachbuchjournal eine Diskussionsreihe auf dem Sofa unter dem Titel: „Bibliothek 2020 – Zwischen Vergangenheit und Zukunft„:

Bibliothek 2020

Die Diskussionen finden von Mittwoch bis Freitag, jeweils von 11-13 Uhr, im Foyer der Halle 4.2 statt. Die Themen:

  • Bibliothek 2020 – Zwischen Vergangenheit und Zukunft. Bibliotheken sind nicht tot, aber…
  • Der elektronische Lesesaal – Vision oder Wirklichkeit?
  • Bibliothek und Bildung – Aufgaben und Herausforderung für die Zukunft

Logo Zukunftswerkstatt

Dann wird auch die Zukunftswerkstatt nach ihrem Erfolg auf dem Bibliothekartag erstmalig auf der Buchmesse vertreten sein und veranstaltet am Mittwoch von 17-18 Uhr eine Podiumsdiskussion:

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Ein neuer OCLC-Report zu Online-Katalogen ist erschienen: „Online Catalogs: What Users and Librarians Want“:

In 2008, OCLC conducted focus groups, administered a pop-up survey on WorldCat.org—OCLC’s freely available end user interface on the Web—and conducted a Web-based survey of librarians worldwide.

Die Highlights des Artikels werden in den OCLC Abstracts (Vol. 12, No. 15) vorgestellt:

  • The end user’s experience of the delivery of wanted items is as important, if not more important, than his or her discovery experience.
  • End users rely on and expect enhanced content including summaries/abstracts and tables of contents.
  • An advanced search option (supporting fielded searching) and facets help end users refine searches, navigate, browse and manage large result sets.
  • Important differences exist between the catalog data quality priorities of end users and those who work in libraries.
  • Librarians and library staff, like end users, approach catalogs and catalog data purposefully. End users generally want to find and obtain needed information; librarians and library staff generally have work responsibilities to carry out. The work roles of librarians and staff influence their data quality preferences.
  • Librarians’ choice of data quality enhancements reflects their understanding of the importance of accurate, structured data in the catalog.

Ich bin gespannt auf die Lektüre des Reports…

Durch einen Hinweis in den OCLC Abstracts (Vol. 12, No. 11 vom 23.03.09) bin ich eben gerade über den Artikel „The Library Rebooted“ im Magazin „strategy+business“ gestolpert.

Im Artikel geht es darum, wie Bibliotheken auch künftig relevant bleiben:

Even in an era when you can “Google” just about anything, many libraries have remained as vibrant, dynamic, and popular as ever. They’re staying that way by redefining the business they’re in.

Um den Artikel zu lesen, muss man sich bei „strategy+business“ registrieren. Ich habe das mal gemacht – und schon nach den ersten Zeilen des Artikels kann ich feststellen: es hat sich gelohnt!

Wer sich nicht registrieren möchte oder keine Zeit hat, den kompletten Artikel zu lesen, kann über die OCLC Abstracts die 7 wesentlichen Punkte „how to stay relevant“ in Kurzform nachlesen:

  1. Rethink the operating model. Many of the old assumptions about running a library are outmoded and need to be set aside.
  2. Understand and respond to user needs. Libraries should develop advanced capabilities to build aggregated profiles of users, or what retailers call customer segmentation analysis.
  3. Embrace the concept of continuous improvement. Approach the innovation challenge with an entrepreneurial mind-set: test, measure, refine.
  4. Forge a digital identity. Clearly, there is no way that libraries could transform themselves into leading-edge Internet organizations, such as Google, even if they wanted to. But some experimentation is in order.
  5. Connect with stakeholders in ways pure Internet companies cannot. What libraries can do, on the community library side, is take advantage of their local strength, and, on the research library side, share their service-oriented expertise in new ways and through new channels.
  6. Expand the metrics. As they refine their mission, libraries will also have to change how they measure success.
  7. Be courageous. The environment in which libraries operate has certainly shifted, and the challenge for those running them is to figure out the evolutionary path they should follow.

Ist eine Arbeit zum Thema „Web 2.0 in Online-Katalogen“ wirklich innovativ? Ist dieses Thema nicht schon längst ein alter Hut? Oder gar überbewertet: ein Hype, der in Deutschlands Bibliotheken (noch) nichts zu suchen hat?

All dies scheint nicht der Fall, denn wie ich vorletzte Woche erfahren habe – und wie nun auch in InetBib und auf der B.I.T.online-Homepage nachzulesen ist -, habe ich mit meiner Masterarbeit „Welche Funktionen und Inhalte sollte ein Bibliothekskatalog im Zeitalter des Web 2.0 bieten? Ein Katalog 2.0-Konzept für die Stadtbücherei Frankfurt am Main“ einen der drei B.I.T.online Innovationspreise 2009 gewonnen. (Daher an dieser Stelle zunächst Gratulation an die beiden anderen Preisträger: Simon Brenner, FH Köln, und Kathleen Schacht, HAW Hamburg!!)

Nun bin ich kein Fan von übertriebenem Selbstmarketing (und Eigenlob stinkt ja bekanntlich), aber der Gewinn des Preises scheint mir eine gute Gelegenheit, noch mehr Werbung zu machen für die Dringlichkeit, auch in Deutschland „Web 2.0“ nicht als Hype abzutun, Kataloge zu öffnen (wie es u.a. im Bibcamp ’08 von teilnehmenden Bibliotheksnutzern gefordert wurde) und sie mit Anwendungen aus dem Bereich der sozialen Software nutzerfreundlicher zu machen. Wir können es uns nicht mehr leisten, mit „Web 2.0“ und „Bibliothek 2.0“ nichts zu tun haben zu wollen. Beim Blick über den großen Teich wird dies ganz deutlich: dort machen Bibliotheken viele gute Erfahrungen mit dem Konzept einer „Library 2.0“, wie ich im letzten Jahr bei einem Praktikum an der Unibibliothek in Ann Arbor hautnah erleben konnte (pdf-Datei). In den USA hätte daher meine Arbeit im Jahre 2008/09 wahrscheinlich nicht mehr als innovativ gegolten, ist doch dort das Thema „Bibliothek 2.0“ wirklich schon fast ein alter Hut, und „Kataloge 2.0“ (oder „Next generation catalogs“, wie sie im anglo-amerikanischen Raum meistens bezeichnet werden) bereits in vielen Bibliotheken implementiert.

Aber glücklicherweise gibt es auch in Deutschland schon einige Ansätze für neue, innovative und benutzerfreundliche Kataloge, wie z.B. Beluga und den KUG. Darüber (und natürlich über meine Arbeit) werde ich auf dem Bibliothekartag berichten: einmal im Rahmen des Innovationsforums und dann im Rahmen der Blockveranstaltung „Web 2.0 in Öffentlichen Bibliotheken“. Als Vorgeschmack auf diese Vorträge hier zwei meiner bisherigen Präsentationen zur Masterarbeit:

Ich freue mich über die Chance, dieses Jahr gleich zu mehreren Gelegenheiten über „Web 2.0 in Online-Katalogen“ sprechen zu können und bin gespannt auf die dadurch angestoßenen Diskussionen und die weiteren Entwicklungen in diesem Jahr – nicht nur im Bereich der Online-Kataloge: Denn vielleicht wird 2009 „the year of the m-library“ (vgl. dazu auch hier: „Ten trends & technologies for 2009“ und den „2009 Horizon Report„). Erste Anzeichen dafür sind bereits zu erkennen: die DCPL hat ein tolles (und zugleich das erste) bibliothekarisches iPhone App entwickelt, die NYPL und auch der WorldCat bieten tolle „mobile interfaces“ zur Katalogsuche über mobile Endgeräte an.

Welche Auswirkungen wird die „Generation Internet“ auf Bibliotheken und deren Arbeit haben? Welche Erwartungen haben die „Digital natives“, deren Mediennutzungs- und Kommunikationsverhalten so neu und anders ist, an Bibliotheken und Bibliothekare? Haben sie überhaupt noch Erwartungen an Bibliotheken oder sind diese in ihren Augen nur noch nutzlose „Büchersilos“, weil es doch Google und Wikipedia gibt, wo man „alles“ findet (und wenn man etwas nicht in Google, Wikipedia & Co. findet, dann gibt’s dazu halt auch nichts zu finden)?

Das Buch „Born digital“ (auf deutsch „Generation Internet“) von John Palfrey und Urs Gasser beschreibt sehr ausführlich und auch eindrücklich, was an den „Digital natives“ so anders ist und wie Eltern, Lehrer aber auch Bibliothekare diese veränderten Verhaltensweisen verstehen und ihren Beitrag zu einer positiven Entwicklung leisten können.

born digital

In zwölf Kapiteln werden verschiedene Ausprägungen der Generation Internet beschrieben, Vor- und Nachteile aufgezeigt sowie Hinweise zum Umgang damit gegeben. Obwohl in den ersten Kapiteln hauptsächlich Eltern, Lehrer, Gesetzgeber und Software-Firmen angesprochen werden und es erst in den letzten Kapiteln explizit auch um die Arbeit von Bibliotheken und Bibliothekaren geht, so kann man aus jedem Kapitel einige interessante Fragestellungen, Ideen, Anregungen, Probleme, … für die bibliothekarische Arbeit entnehmen.

Genau dies habe ich mir für die nächsten Wochen vorgenommen und werde daher nach und nach zu jedem Kapitel eine kurze Zusammenfassung mit der nach m.E. für uns wichtigen Themen schreiben. Wer das Buch schon gelesen hat, kann sich über die Kommentarfunktion gerne zu den einzelnen Beiträgen äußern und sie so ergänzen. All denen, die das Buch noch nicht gelesen haben, kann ich die Lektüre nur empfehlen.

  1. Einleitung, Identitäten
  2. Dossiers
  3. Privatsphäre
  4. Sicherheit,
  5. Kreativität
  6. Piraterie
  7. Qualität
  8. Overload
  9. Aggression
  10. Innovationen
  11. Lernen
  12. Aktivismus, Zusammenfassung
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