Skip navigation

Category Archives: informationskompetenz

YouTube has just released a new sub-site called YouTube EDU, aggregating thousands of free lectures from over a hundred universities across the country, including MIT, Yale, Harvard, Stanford, and oh-so-many more.

YouTube EDU

Nach iTunes U (vgl. hier) kommt nun also auch YouTube EDU. Und auch hier sind bereits bibliothekarische Inhalte zu finden: mit der Stichwortsuche „library“ erhält man z.B.

[via FobiKom, siehe auch OpenCulture]

Advertisements

-> Wie das funktioniert, kann man in zwei sehr interessanten Blog-Beiträgen nachlesen:

Ich persönlich unterstütze den „ditch school“-ansatz nicht wirklich, aber dass ein Bibliotheksausweis sinnvoll und nützlich für berufliche Fort- und Weiterbildung ist – damit können wir durchaus Werbung für uns machen.

Zenhabits schreibt:

The possibilities are only limited to your imagination. Most of the skills needed for these pursuits can be learned with a simple library card and self teaching. You can obviously study most of these career paths in a formal setting as well, but it’s not necessarily required.

Bei den „self educated pros“, die zenhabits nennt, bin ich dann schon wieder hin- und hergerissen:

Less expensive. A library card and access to Wikipedia are free.

Ja, Bibliotheksausweise gibt es sehr oft kostenlos (oder zu einer vergleichsweise geringen Gebühr). Und natürlich ist Wikipedia auch kostenlos. Aber Wikipedia ist halt auch nicht alles. Man sollte lieber schreiben „Ein Bibliotheksausweis und damit Zugang zu Millionen Informationen (in Print-, audiovisueller und digitaler Form) sind kostenlos.“

Bei den „self education cons“ bin ich kurz davor, im Blog einen entsprechenden Kommentar zu hinterlassen:

You have to build your own network. Hanging out at library doesn’t give you much opportunity to network with others in your field.

Auch da bieten wir sicher mehr, als manche Nutzer (bzw. zenhabits) glauben! Bei uns kann man nicht nur „abhängen“, sondern die Bibliothek auch als Ort der Begegnung nutzen.

Der zweite Blogger berichtet, wie stolz und glücklich er darüber ist, seinen Bibliotheksausweis mittlerweile exzessiv zu nutzen:

But anyway, things have changed since then: I love to read (fiction, PF books, business books, cook books, whatever) and I have absolutely submerged myself in all things business oriented. The way I’ve done it is by using my library card like the way your average American uses their Visa card on Black Friday, excessively.

Which I’m proud of.

So it got me thinking about how valuable that little card is to me today and how much I took for granted all the resources and people I had at my disposal while I went to college. I came up with some reasons why I feel my library card is more valuable today than my uber-expensive college degree (sorry dad, this is going to hurt you more than it hurts me (he paid for the degree, I paid for the library card)).

Wieso er das tut:

This fits perfectly with the the whole concept of the library card: if I want to learn about something like investing or starting a business, I have all the books I would want at my disposal. Free of charge.

Außerdem:

A library card is free and opens up the doors to any world you can think of. Want to learn to arrange flowers? Ok. Karate? Fine. Start your own business? Now we’re talking.

Trotz seines Lobes von Bibliotheken fällt es mir schwer, beide „tools“ (library card vs. college degree bzw. Schulabschluss)  zu vergleichen oder gar für „gleich gut“ zu halten. Aber trotzdem sind beide Beiträge natürlich tolle Werbung für Bibliotheken, die die Wichtigkeit und den Nutzen unserer Arbeit betonen. Daher gehen die letzten Worte doch eigentlich runter wie Öl ;-):

I know it’s hard to think of these two tools in the same way. Some people don’t see a college diploma as a tool, they see it as a life experience, and I can’t disagree with that. But if we’re talking pure practicality, I can’t see how the library card (which is so under appreciated) doesn’t beat the pants off most college degrees

itunesU

„iTunes U und mobiles Lernen. Wissen leicht zugänglich gemacht“, so wirbt Apple für den neuen Bereich im iTunes Store.

Was ist iTunes U?

„iTunes U ist ein Bereich des iTunes Store mit kostenlosen Vorlesungen, Sprachkursen, Hörbüchern und mehr, die sich auf einem iPod, iPhone, Mac oder PC abspielen lassen. Das Angebot von iTunes U umfasst über 50.000 Audio- und Videodateien mit Lerninhalten von renommierten Hochschulen, Museen und öffentlichen Medieneinrichtungen auf der ganzen Welt. Mit iTunes U gibt es nichts, was Sie nicht lernen können, und das Beste daran: Sie können es lernen, wo immer Sie wollen.“

(http://www.apple.com/de/education/itunesu_mobilelearning/landing.html)

Wer macht mit bei iTunes U?

Wie bei den Blogpiloten nachzulesen ist, machen bisher folgende deutsche Unis bei iTunes U mit:

  • RWTH Aachen
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
  • Hasso Plattner Institut Potsdam

Was bringt mir iTunes U?

  • schneller und einfacher Zugang zu Lerninhalten (Audio und Video) nicht nur von den o.g. Hochschulen sondern vielen Hochschulen und bildungsnahen Einrichtungen weltweit (wie z.B. dem Museum of Modern Art)
  • lt. den Blogpiloten sind die angebotenen Podcasts meist Mitschnitte aus dem vergangenen Sommersemester
  • Lernen nach eigenem Zeitplan, wann, wie und so oft ich will

Wieso bei iTunes U mitmachen?

  • Apple formuliert es auf der iTunes U Seite eigentlich ziemlich treffend: „Studenten in ‚ihrer‘ Sprache ansprechen“

„Studenten von heute sind für mehr als nur Musik, Fotos und Filme im Internet unterwegs. Ideen austauschen, Standpunkte äußern, sich in Gemeinschaften engagieren – für all dies ist häufig das Internet erste Anlaufstelle. Jetzt haben Sie die Möglichkeit, ein Teil dieser digitalen Welt zu werden und Studenten in ihrer „Sprache“ für die von Ihnen angebotenen Kurse und Vorlesungen zu interessieren. Mit iTunes U können Sie Ihren Studienplan einfach erweitern, indem Sie von ihnen kuratorisch verwaltetes* oder selbst erstelltes Audio- und Videomaterial bereitstellen.“

iTunes U – auch was für Bibliotheken?

Bei iTunes U können alle „berechtigten weiterführenden Bildungseinrichtungen“ mitmachen. Zählen Bibliotheken auch dazu? Und was hätten Bibliotheken vom Mitmachen bei iTunes U?

UPDATE: Scheinbar zählen Bibliotheken dazu, denn in iTunes U gibt es bereits einiges von amerikanischen Bibliotheken: Floorplans, Audio Tours, NYPL’s Small Business Programm, „Libraries Colloquia Series“, um an dieser Stelle mal einige zu nennen (siehe dazu auch die zwei Screenshots der NYPL und der ASU Libraries am Ende des Beitrags).

Der Vorteil ist laut Apple, dass alle „berechtigte[n] weiterführende[n] Bildungseinrichtungen durch eine iTunes U Präsenz ihre Reputation enorm verbessern [können] und damit auch von einem Wettbewerbsvorteil [profitieren]. Die Einrichtungen können einige oder alle iTunes U Inhalte für die breite Öffentlichkeit zur Verfügung stellen und so interessierte Menschen auf der ganzen Welt erreichen.“

Doch egal, ob nun iTunes U auch was für Bibliotheken ist oder nicht: ich finde das Angebot – nach allem, was ich bisher darüber gelesen habe – sehr interessant. Heute abend, sobald ich wieder Zugang zu iTunes habe, werde ich mich mal etwas bei iTunes U umschauen…

Ach ja: alle über iTunes U angebotenen Inhalte sind kostenlos, man braucht allerdings sowohl iTunes (logischerweise) und einen iTunes-Account.

NYPL @ iTunes U:

itunesnypl

ASU Libraries @ iTunes U:

itunesasu

Welche Auswirkungen wird die „Generation Internet“ auf Bibliotheken und deren Arbeit haben? Welche Erwartungen haben die „Digital natives“, deren Mediennutzungs- und Kommunikationsverhalten so neu und anders ist, an Bibliotheken und Bibliothekare? Haben sie überhaupt noch Erwartungen an Bibliotheken oder sind diese in ihren Augen nur noch nutzlose „Büchersilos“, weil es doch Google und Wikipedia gibt, wo man „alles“ findet (und wenn man etwas nicht in Google, Wikipedia & Co. findet, dann gibt’s dazu halt auch nichts zu finden)?

Das Buch „Born digital“ (auf deutsch „Generation Internet“) von John Palfrey und Urs Gasser beschreibt sehr ausführlich und auch eindrücklich, was an den „Digital natives“ so anders ist und wie Eltern, Lehrer aber auch Bibliothekare diese veränderten Verhaltensweisen verstehen und ihren Beitrag zu einer positiven Entwicklung leisten können.

born digital

In zwölf Kapiteln werden verschiedene Ausprägungen der Generation Internet beschrieben, Vor- und Nachteile aufgezeigt sowie Hinweise zum Umgang damit gegeben. Obwohl in den ersten Kapiteln hauptsächlich Eltern, Lehrer, Gesetzgeber und Software-Firmen angesprochen werden und es erst in den letzten Kapiteln explizit auch um die Arbeit von Bibliotheken und Bibliothekaren geht, so kann man aus jedem Kapitel einige interessante Fragestellungen, Ideen, Anregungen, Probleme, … für die bibliothekarische Arbeit entnehmen.

Genau dies habe ich mir für die nächsten Wochen vorgenommen und werde daher nach und nach zu jedem Kapitel eine kurze Zusammenfassung mit der nach m.E. für uns wichtigen Themen schreiben. Wer das Buch schon gelesen hat, kann sich über die Kommentarfunktion gerne zu den einzelnen Beiträgen äußern und sie so ergänzen. All denen, die das Buch noch nicht gelesen haben, kann ich die Lektüre nur empfehlen.

  1. Einleitung, Identitäten
  2. Dossiers
  3. Privatsphäre
  4. Sicherheit,
  5. Kreativität
  6. Piraterie
  7. Qualität
  8. Overload
  9. Aggression
  10. Innovationen
  11. Lernen
  12. Aktivismus, Zusammenfassung
Reblog this post [with Zemanta]

„Why Google must die“ heißt der Beitrag von John Dvorak, der letzte Woche im PC Magazine erschienen ist. Er wäre mir gar nicht weiter aufgefallen, wenn er nicht in den letzten Tagen vermehrt in der Biblioblogosphäre erwähnt worden wäre.

Dvorak schreibt:

„Once you learn how Google handles SEO, you see that getting the right results takes a miracle [SEO = Suchmaschinenoptimierung, A.d.V.]. […] From a user’s perspective, once you learn how Google does what it does, it’s a miracle that you ever get the right results.“

und beschreibt vier Probleme, die sich bei der Google-Suche zeigen:

  1. Inability to identify a home site
  2. Too much commerce, not enough information
  3. Parked sites
  4. Unrepeatable search results

„We have to suffer until something better comes along, but there is at least one crucial fix that could be easily implemented: user flagging.“

Als weitere mögliche Alternative zu Google schlägt er vor: „rethinking the basic organization of the Web itself, using the Google News concept. In other words, compartmentalize the Web to an extreme. Tagging might help.“

Ich glaube, das alles ist an sich nichts Neues. Viel interessanter finde ich daher, was Stephen Abram zum Artikel schreibt und was auf bibliothekarisch.de dazu zu lesen ist:

Abram schreibt:

„Too many library folks say they they want all of our OPACs, federated search, and web site search engines to work „just like Google“.“

Er gibt jedoch einige Punkte zu bedenken:

  1. Should I start manipulating the search results of library users based on the needs of advertisers who pay for position?
  2. Should I track your users’ searches and offer different search results or ads based on their private searches?
  3. Should I open library OPACs and searches to ’search engine optimization’ (SEO) techniques that allow special interest groups, commercial interests, politicians (as we’ve certainly seen with the geotagged searches in the US election this year), racist organizations (as in the classsic MLK example), or whatever to change results?
  4. Should I geotag all searches, using Google Maps, coming from colleges, universities or high schools because I can ultimately charge more for clicks coming from younger searchers? Should I build services like Google Scholar to attract young ad viewers and train or accredit librarians and educators in the use of same?
  5. Should I allow the algoritim to override the end-user’s Boolean search if it meets an advertiser’s goal?
  6. “Evil,” says Google CEO Eric Schmidt, “is what Sergey says is evil.” (Wired). Is that who you want making your personal and institutional values decisions?

Google ist eben Profit-orientiert und seine „primary customer is not library end users (or searchers at all)“. Was aber empfiehlt Abram nun Bibliotheken?

„Now libraries should be asking what creates a good saerch result that meets th end users needs – the big question research where the questions begin with ‚why‘ and ‚how‘ – not the simple who, what where, when Google searches. .Can they be as simple as Google? Should they be as simple as Google? Might thought, talent and learning be involved versus simple information transactions?

Libraries should be creating the third way – the one that doesn’t serve the needs of advertisers, politicians, special interest groups, etc. – the one that lifts people up in learning environments and communities.

And they should be training users to be aware of the algorithms behind Google and all the search engines. And they should find their voice to talk to their host institutions and communities about their role.“

Und auch Dörte Böhner fasst auf bibliothekarisch.de schön zusammen:

„Google zu verteufeln bringt nichts. Ziel muss es sein, Google als ein Suchinstrument von vieles in eine strukturierte Recherche zu integrieren. Dafür müssen die Studenten aber die Algorithmen hinter Google und anderen Suchmaschinen verstehen. Oft fehlt eine gute Unterscheidung zwischen den einzelnen Suchinstrumenten, ihren Vor- und Nachteilen.

Google muss nicht sterben. Es hat mit all seinen Mankos eine berechtigte Position zwischen all den anderen Möglichkeiten (OPAC, Datenbank, Katalog, etc.). Bibliotheken haben sich das Vermitteln von Informationskompetenz auf die neuen Fahnen geschrieben. Das bedeutet aber auch, dass sie selbst mit kritischen, aber auch offenem Blick die Suchschwächen und -stärken der einzelnen Recherchmöglichkeiten beurteilen können müssen.“

Dem habe ich nur noch folgendes hinzuzufügen:

Natürlich: Google ist Profit-orientiert und über die Qualität der Sucherergebnisse bzw. die zugrundeliegenden Ranking-Kriterien kann man sich zurecht streiten.

Aber: Ich verwende Google eigentlich immer als Einstiegspunkt für meine Recherchen. (Und dies tun neben mir auch die meisten anderen Internetnutzer, wie u.a. in den OCLC-Reports von 2005 [Perceptions of Libraries and Information Resources] und 2007 [Sharing, Privacy and Trust in Our Networked World] nachzulesen ist).

Was ich an Google mag, ist zunächst die schlichte und übersichtliche Einstiegsseite: eine Suchzeile, in die ich direkt meine Anfrage (wie auch immer die aussehen mag) tippen kann, ohne mir vorher noch zu überlegen, welche Wörter ich in welche Felder eintragen muss (wie es bei vielen vermeintlich „einfachen“ Suchen in Bibliothekskatalogen der Fall ist). Und ich kriege immer einen Treffer, werde auf mögliche Rechtschreibfehler aufmerksam gemacht und erhalte einen Hinweis auf verwandte Suchvorgänge.

Das sind die Funktionalitäten von Google, die ich mir für Kataloge wünschte und die mich (trotz aller gerechtfertigten Diskussionen um Google) sagen lassen, dass Kataloge künftig in so einigen Punkten „just like Google“ werden müssen. Dass jedoch für eine Suche in Bibliothekskatalogen andere Ranking-Kriterien und -Algorithmen gelten müssen und dass Google sich insgesamt ganz anders ausrichtet als Bibliotheken (nämlich kommerziell), ich glaube, darüber braucht man sich nicht streiten.

Im Umgang mit Google selbst sollten wir bei der Vermittlung von Informations- und Recherchekompetenzen an unsere Nutzer darauf achten, Google nur als ein Suchinstrument von vielen zu behandeln, Funktionsweise, Vor- und Nachteile, Schwächen und Stärken zu verdeutlichen und Alternativen aufzuzeigen (siehe auch oben die Zitate von bibliothekarisch.de).

Und ansonsten hoffe ich, dass Google sich weiterentwickelt und weiter verbessert wird – oder sich auch ganz neue Wege des Suchens im weltweiten Netz auftun.