Skip navigation

da ich mir sehr gerne ziemlich viel ziemlich ausführlich mitschreibe (und das besonders ausgeprägt ist, sobald mich vorträge ganz besonders interessieren), kommt hier jetzt ein weiterer, recht langer post – diesmal zum vortrag von patrick und lambert: „bibliothek 2.0: das upgrade vom bibliothekar zum bibliothekar 2.0“.

andere posts dazu finden sich, wie teilweise auch schon in einem meiner vorherigen posts erwähnt:

gliederung des vortrags:

  • ausgangssituation
  • wieso update?
  • update – aber wie?
  • hindernisse
  • zusammenfassung

ausgangssituation:
bibliothekare haben heute mit einem medien-mix zu tun und arbeiten in einer hybriden bibliothek, in der sowohl online- als auch offline-medien zu erschließen und zu vermitteln sind. eine weitere aufgabe ist das beraten von nutzern, d.h.es gibt interaktion mit nutzern, der bibliothekar übt einen durch und durch „sozialen“ beruf aus.

wieso ist ein update zum „bibliothekar 2.0“ nötig?
man kann mittlerweile von einer informations- bzw. medienrevolution sprechen. bereits in unserer jetzigen arbeit sind wir von neuen medien umgeben, außerdem kommen neue (geschäfts-)modelle für alte medien hinzu.
als weitere punkte wurden genannt: wissensbasiertes arbeiten, lebenslanges lernen und – was ich persönlich am entscheidensten finde: „das internet wird uns „wie luft“ umgeben“.

kurz meine gedanken dazu: im vorherigen post zu den social network services habe ich ja schon erwähnt, dass bibliotheken dahin gehen müssen, wo die menschen sich online aufhalten. und da sich schon jetzt sehr viele menschen sehr oft und lange online aufhalten (mit steigender tendenz (also sowohl was die häufigkeit und dauer, also auch die zahl der internet-nutzer insgesamt angeht)), wird uns das internet sicher schneller als wir denken „wie luft“ umgeben.

wenn wir als bibliotheken da nichts machen (und auch nicht zu bibliothekaren 2.0 werden), werden wir sicher auch schneller als uns lieb ist „weg vom fenster sein“ – zumindest für die nutzer, die vom internet wie von luft umgeben sind. und da sich eben nun das internet zum „web 2.0“ weiterentwickelt (und gar schon von web 3.0 und 4.0 die rede ist, wodurch man dann sicherlich nicht mehr von einem „hype“ sprechen kann) und die internet-nutzer mehr und mehr web 2.0-tools nutzen und sich an sie gewöhnen bzw. bereits gewöhnt haben, muss von den bibliotheken darauf reagiert werden.

so weit, so gut. jetzt wieder zurück zum vortrag:

gleichzeitig ist web 2.0 kein „ding“, keine technologie an sich, sondern viel mehr ein „state of mind“, eine einstellung, die letztlich zu einem veränderten nutzungsverhalten, zu einer veränderten kultur führt (bzw. bereits geführt hat).

prinzipien des web 2.0:

  • interaktivität
  • benutzer-beiträge und feedback (-> an dieser stelle fand ich das wort „prosumer“, die mischung aus producer und consumer sehr eindrücklich)
  • offene services und schnittstellen
  • reuse und remix – wiederverwenden von inhalten & diensten

prinzipien der bibliothek 2.0:
wir müssen unsere informationsdienste besser dem bedarf der „generation internet“ anpassen. wir müssen informelles und vernetztes lernen im „3. ort“ bibliothek anregen (und das nicht nur in der bibliothek vor ort, sondern auch auf virtueller ebene, was letztlich zu einer interaktion der beiden medienwelten – also quasi online und offline – führt).

wie muss ich nun als „bibliothekar 2.0“ sein bzw. wie schaffe ich das update?
ich muss neugierig sein, ich muss mich für veränderungen öffnen, ich muss auch mal neues ausprobieren (und spielerisches ausprobieren als neue form des lernens auffassen und akzeptieren). und natürlich muss ich selbst mit der neuen technik vertraut werden.

das kann ich als bibliothekar, der sich im web 2.0 noch nicht so gut auskennt, jetzt im „lernen 2.0“-blog lernen bzw. ausprobieren.
dadurch kann ich das web 2.0 als modell bzw. als werkzeug kennenlernen und dann auch für meine bibliothek nutzen. natürlich ist das web 2.0 nur ein (arbeits-)werkzeug von vielen, die mir für meine eigene tägliche arbeit und für den einsatz in der bibliothek zur verfügung stehen – aber es ist ein modell/werkzeug, das eingebunden werden muss! (eben weil das internet uns künftig „wie luft“ umgibt!)

wie werde ich bibliothekar 2.0?
-> dahin gehen, wo die benutzer sind


ich sollte:

  • im web 1.0 zu hause sein
  • neue werkzeuge ausprobieren
  • mich mit den neuen formen des publizierens beschäftigen
  • social tagging u.ä. als zusätzlichen erschließungsansatz wahrnahmen

zwei anmerkungen habe ich mir zu einzelnen tools notiert, die patrick und lambert vorgestellt haben:

  • rss: rss ist informationskompetenz; über rss kann ich granular die infos abonnieren, die mich interessieren – und damit nichts überflüssiges; dank rss kommen die infos zu mir, ich muss mich nicht mehr von einer seite zur anderen klicken, um mir die infos zu holen
  • tagging: gemeinschaftlich können wir mehr und besser verschlagworten

beim nächsten punkt ging es um die typischen einwände, die kommen (können), wenn es darum geht, sich mit dem web 2.0 beschäftigen zu müssen:

  • keine zeit -> web 2.0 kann aber helfen, zeit zu sparen und seine eigenen arbeitsprozesse besser zu organisieren (beispiel rss)
  • nur spielerei -> lernen durch ausprobieren ist effektiv (da fällt mir gleich das so gern verwendete „learning by doing“ ein; das hält doch (fast) jeder für ne gute sache)
  • das ist ein hype und geht vorbei -> viele hypes stabilisieren sich
  • bibliotheken müssen nicht alles mitmachen -> bibliotheken sollten in der veränderten informationswelt agieren

zwei empfehlungen gaben die beiden zum schluss noch mit auf den weg:

  • sich den neuen herausforderungen in einer community zu stellen
  • freiräume zum lernen zu schaffen (und auch zu nutzen)

wenn das mal keine gute zusammenfassung ist ;-)…

3 Comments

  1. Wow ich bin begeistert, da das viele Mitschreiben liegt mir ja nicht so liegt. Ich freue mich, eine so gute schriftliche Wiedergabe unseres Vortrags zu lesen.

    Kleiner Hinweis. Die Präsentation gibt es jetzt auch bei Slideshare: http://www.slideshare.net/PatrickD/von-der-bibibliothekarin-zur-bibliothekarin-20

  2. Hallo,
    ja, ich hab auch viel mitgeschrieben🙂 aber ich muss das erstmal vom Papier auf den PC bringen😉
    …also Doppelarbeit muss ja nun nicht geleistet werden😉
    (zumal ich in Englisch blogge, sodass bei mir noch das Übersetzen hinzu kommt)

    Ich hab deinen blog jetzt auch in meine „blogroll“ aufgenommen🙂

    Gruß au Potsdam,
    Steffi

  3. Hallo, ich bins nochmal🙂 ich wollte nur Bescheid sagen, dass ich jetzt ne Zusammenfassung zu dem Vortrag von Prof. Dr. René Schneider in meinem blog gegeben habe.
    Bye!


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: