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Monthly Archives: Juli 2007

ich hab‘ einen pagecast zum thema „bibliothek 2.0“ zusammengestellt. zu finden ist er unter www.pageflakes.com/bibliothek20. er kann dort kopiert und weiter ausgebaut werden. anregungen, kommentare, usw. sind jederzeit willkommen.

 pageflakes

… und erstrahlt jetzt in neuem design mit vielen neuen funktionen: www.pageflakes.com.

pageflakes ist schon seit langem meine favorisierte personalisierte homepage im web. hier habe ich auf mehreren seiten alles im blick, was ich mir sonst auf verschiedenen webseiten zusammensuchen muss: blog-feeds, suchmöglichkeiten, news, wetter, zugriff auf meine mails uvam.

ausserdem bietet pageflakes eine menge „flakes“ (die anderswo auch widget oder gadget genannt werden), die einem ebenfalls den alltag im web erleichtern (kalender, to-do-listen, taschenrechner usw.) oder auch versüßen können (sudoku und viele andere spiele, flickr-photos, chat, …). bisher hat mich pageflakes vor allem durch seine funktionen überzeugt. nach dem „blizzard“ kann man seine seiten endlich auch mit verschiedenen themes aufpeppen und individuell gestalten. mehr über das release gibt’s hier.

auch einige bibliotheken/bibliothekare findet man bei pageflakes. man kann nämlich seine seiten der ganzen welt als pagecast zur verfügung stellen. wer sich für die bibliothekarischen seiten interessiert: einfach auf der seite der pagecasts „bibliothek“ als suchwort eingeben.

eigentlich auch eine gute möglichkeit, sich seinen kunden als „bibliothek 2.0“ im internet zu präsentieren.

pageflakes

currently you can read some posts about the ny times article „a hipper crowd of shushers“ in german blogs and mailing lists. here are my two cents about it:

i really like the image of librarians that the article conveys because i can totally identifiy myself with it. but will it actually beat the current cliché (whatever that is)? and is it really so much better? i definitely don’t want it to become another cliché. cause having a new cliché instead of an old on is still – a cliché!

yet the article provides a new perspective on librarianship. after all we’re NOT reading books all day and we’re no longer just surrounded by books. there are other media, too – and lots of exciting new tasks and challenges (most of which have something to do with „library 2.0“). so that’s definitely a desirable perspecitve!

will that also bring a lot of web 2.0 interested folks into librarianship? i doubt that. cause after all one article is not enough to change our customers‘ and potential soon-to-be libarians‘ image of our profession. the services of the library and user-oriented librarians have to speak for themselves to make a change. and while i think that in the united states there already is a shifted focus (correct me if i’m wrong!) i’d say that in germany we’re still far away! that’s why we keep blogging about library 2.0.

and i hope to make my contribution to that.

dass in der deutschen bibliothekswelt über den ny times-artikel „a hipper crowd of shushers“ gesprochen (bzw. vielmehr gepostet und geblogt) wurde, ist ja schon ein paar tage her. trotzdem haben mich der artikel und die kommentare dazu (trotz klausurvorbereitung!) weiter beschäftigt…

ist das bild der bibliothekare, wie es im artikel beschrieben wird, ein wünschenswerter ersatz des bisherigen klischees (was auch immer das genau sein mag – denn ob es wirklich noch die graue maus mit dem dutt ist, wage ich zu bezweifeln)? ich glaube nicht, dass es die existierenden klischees ersetzen wird; vielmehr wird es sie wohl ergänzen und/oder verändern. und das fände ich am besten. denn wenn ein klischee durch ein anderes ersetzt wird – was haben wir dann? ein neues klischee!

was das vermittelte bild aber wahrscheinlich (hoffentlich!) machen wird, ist, mit einigen vorherrschenden vorstellungen über den bibliotheksberuf aufzuräumen: „als bibliothekar liest man doch den ganzen tag, oder?“ und: „ist doch bestimmt schön, den ganzen tag von büchern umgeben zu sein?!“. das finde ich auf jeden fall wünschenswert!

ob der artikel wirklich dazu führt, dass künftig eine menge web 2.0-kids bibliothekare werden wollen, bezweifle ich aber. letztlich reicht ja ein artikel in einer tagszeitung nicht aus, um bei unseren kunden und potentiellen neu-bibliothekaren gleich eine andere vorstellung zu erzeugen. zumindest nicht hier in deutschland. dafür müssten nicht nur in der welt oder der faz artikel über hippe bibliothekare erscheinen – sondern vielmehr müssten die angebote der bibliotheken mit dienstleistungs- und kunden-orientierten bibliothekaren für sich sprechen.

da wird die bibliothek 2.0-bewegung sicherlich was für tun. dafür muss sie sich jedoch auf breiter ebene in den bibliotheken (und den köpfen der bibliothekare) bemerkbar machen. und genau das versuchen ja die, die zum thema „bibliothek 2.0“ bloggen, zu erreichen. ich hoffe, dass ich meinen beitrag dazu leisten kann.

ich hab‘ eben im inetbib-digest die mail über den artikel aus der ny times gelesen: a hipper crowd of shushers.

ich finde ihn sehr interessant, v.a. den teil, der auch in der mail gepostet wurde: „How did such a nerdy profession become cool — aside from the fact that a certain amount of nerdiness is now cool? Many young librarians and library professors said that the work is no longer just about books but also about organizing and connecting people with information, including music and movies.“

dem letzten satz kann ich nur zustimmen: bei mir war’s zwar u.a. auch meine liebe zu büchern, die mich bibliothekarin hat werden lassen. aber schon lange ist es nicht mehr nur der umgang mit büchern, der mir so viel spaß macht. es ist vielmehr der umgang mit unseren kunden, das streben nach kunden-orientierung und der ganze „techie stuff“. wie es weiter unten im artikel heisst: „Jessamyn West […] agreed that many new librarians are attracted to what they call the “Library 2.0” phenomenon. “It’s become a techie profession,” she said. In a typical day, Ms. West might send instant and e-mail messages to patrons, many of who do their research online rather than in the library. She might also check Twitter, MySpace and other social networking sites, post to her various blogs and keep current through MetaFilter and RSS feeds. Some librarians also create Wikis or podcasts.“

so ungefähr sieht es auch bei mir aus – zwar nicht auf der arbeit, aber zumindest im privaten. und auch in deutschland hat sich unter den (meist jüngeren) bibliothekaren eine recht große blogosphere entwickelt (siehe auch mein blogroll oder www.bibliothek20.de) – und es gibt bereits bibliothek 2.o-stammtische u.ä. auch das entspricht den entwicklungen in den usa, von denen im artikel geschrieben wird (auch wenn auf dem stammtisch wahrscheinlich eher berliner bier statt „joy of sex“-cocktails getrunken wurden 😉 …).

auch in den usa gab’s diskussionen und blog-posts zu diesem artikel. interessant fand ich den blog vom oclc staff. scheinbar wird in den usa der artikel sehr zwiespältig betrachtet.

dazu will ich mich nicht weiter äußern. wer aber interesse hat an „desk set“, der social group, von der im artikel gesprochen wurde: hier bei myspace findet man sie.