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Ist eine Arbeit zum Thema “Web 2.0 in Online-Katalogen” wirklich innovativ? Ist dieses Thema nicht schon längst ein alter Hut? Oder gar überbewertet: ein Hype, der in Deutschlands Bibliotheken (noch) nichts zu suchen hat?

All dies scheint nicht der Fall, denn wie ich vorletzte Woche erfahren habe – und wie nun auch in InetBib und auf der B.I.T.online-Homepage nachzulesen ist -, habe ich mit meiner Masterarbeit “Welche Funktionen und Inhalte sollte ein Bibliothekskatalog im Zeitalter des Web 2.0 bieten? Ein Katalog 2.0-Konzept für die Stadtbücherei Frankfurt am Main” einen der drei B.I.T.online Innovationspreise 2009 gewonnen. (Daher an dieser Stelle zunächst Gratulation an die beiden anderen Preisträger: Simon Brenner, FH Köln, und Kathleen Schacht, HAW Hamburg!!)

Nun bin ich kein Fan von übertriebenem Selbstmarketing (und Eigenlob stinkt ja bekanntlich), aber der Gewinn des Preises scheint mir eine gute Gelegenheit, noch mehr Werbung zu machen für die Dringlichkeit, auch in Deutschland “Web 2.0″ nicht als Hype abzutun, Kataloge zu öffnen (wie es u.a. im Bibcamp ’08 von teilnehmenden Bibliotheksnutzern gefordert wurde) und sie mit Anwendungen aus dem Bereich der sozialen Software nutzerfreundlicher zu machen. Wir können es uns nicht mehr leisten, mit “Web 2.0″ und “Bibliothek 2.0″ nichts zu tun haben zu wollen. Beim Blick über den großen Teich wird dies ganz deutlich: dort machen Bibliotheken viele gute Erfahrungen mit dem Konzept einer “Library 2.0″, wie ich im letzten Jahr bei einem Praktikum an der Unibibliothek in Ann Arbor hautnah erleben konnte (pdf-Datei). In den USA hätte daher meine Arbeit im Jahre 2008/09 wahrscheinlich nicht mehr als innovativ gegolten, ist doch dort das Thema “Bibliothek 2.0″ wirklich schon fast ein alter Hut, und “Kataloge 2.0″ (oder “Next generation catalogs”, wie sie im anglo-amerikanischen Raum meistens bezeichnet werden) bereits in vielen Bibliotheken implementiert.

Aber glücklicherweise gibt es auch in Deutschland schon einige Ansätze für neue, innovative und benutzerfreundliche Kataloge, wie z.B. Beluga und den KUG. Darüber (und natürlich über meine Arbeit) werde ich auf dem Bibliothekartag berichten: einmal im Rahmen des Innovationsforums und dann im Rahmen der Blockveranstaltung “Web 2.0 in Öffentlichen Bibliotheken”. Als Vorgeschmack auf diese Vorträge hier zwei meiner bisherigen Präsentationen zur Masterarbeit:

Ich freue mich über die Chance, dieses Jahr gleich zu mehreren Gelegenheiten über “Web 2.0 in Online-Katalogen” sprechen zu können und bin gespannt auf die dadurch angestoßenen Diskussionen und die weiteren Entwicklungen in diesem Jahr – nicht nur im Bereich der Online-Kataloge: Denn vielleicht wird 2009 “the year of the m-library” (vgl. dazu auch hier: “Ten trends & technologies for 2009” und den “2009 Horizon Report“). Erste Anzeichen dafür sind bereits zu erkennen: die DCPL hat ein tolles (und zugleich das erste) bibliothekarisches iPhone App entwickelt, die NYPL und auch der WorldCat bieten tolle “mobile interfaces” zur Katalogsuche über mobile Endgeräte an.

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6 Comments

    • martinascachenews
    • Posted 26. Januar 2009 at 18:08
    • Permalink

    Hallo und Gratulation zum gewonnen dritten Platz!

    Interessante Thematik, mit der Du Dich beschäftigst .
    Für mich heißt das frei definiert: Auch die Blogger werden es
    eines Tages in eine Bibliothek und vielleicht auch in eine
    Buchhandlung schaffen.

    Lieben Gruß und genieße den Erfolg!
    Martina

  1. danke :-D

    ich hoffe doch sehr, dass blogger bereits jetzt wenigstens ab und zu den weg in bibliotheken finden ;-). aber online-angebote von bibliotheken, in denen web 2.0-technologien und soziale software integriert sind, sind definitiv nötig, um diese nutzer in zukunft nicht zu verlieren bzw. sie als neue nutzergruppe zu gewinnen.

    • sebastianwilke
    • Posted 3. Februar 2009 at 18:14
    • Permalink

    Herzlichen Glückwunsch! Freue mich schon, mit dir in Erfurt darauf anzustoßen. :-)
    Liebe Grüße
    Sebastian

  2. vielen lieben dank :-)
    und ja, lass uns das unbedingt machen!!

  3. Herzlichen Glückwunsch (was wirklich inniovativ ist bestimmt der Mainstream…)

  4. danke!
    und das programm zum diesjährigen bibliothekartag bestätigt, dass die themen web 2.0, bibliothek 2.0 und auch katalog 2.0 (endlich) im mainstream angekommen sind… (man muss ja nicht alles aus diesem bereich sofort und uneingeschränkt gutheißen, aber wenigstens offen für die diskussion und fürs ausprobieren sollte man sein. bin schon gespannt, was in diesem bereich so auf dem bibliothekartag und im laufe dieses jahres passieren wird.)


2 Trackbacks/Pingbacks

  1. [...] Die Veröffentlichung der Arbeit geschieht im Rahmen des B.I.T.online Innovationspreises 2009, mehr dazu hier. [...]

  2. [...] dazu auch B.I.T. online Innovationspreis 2009 und B.I.T. online [...]

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